Dienstag, 22. Juni 2010

Die Legende vom Heiligen Franz


Farewell, sagte Dorothee Elmiger und sprang von Bord des untergehenden Schiffes. Farewell, sagte Roman Ehrlich und sprang von Bord des untergehenden Schiffes. Seite an Seite durchschwammen sie den Indischen Ozean, umrundeten das Kap der guten Hoffnung, kraulten an Afrika vorbei, an Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden und gingen endlich in Bremerhaven an Land. Von dort wanderten sie südwärts, ohne Nahrung, ohne Pause, ohne Schutz in der Nacht. Wenn am Tag die Sonne auf sie niederbrannte, trug der eine des anderen Regenschirm, denn mehr hatten sie nicht dabei. Sie tranken aus Pfützen und aßen das trocken Brot, das ihnen zugesteckt ward von manch gutem Herzen. So wanderten sie 30 Tage lang. Am 31. Tag aber überquerten sie die Österreichische Grenze. Nun ist es nicht mehr weit, mein guter Freund, meine gute Freundin, sagten sie zueinander, um bald darauf vor Erschöpfung niederzusinken. Und wie sie dort lagen am finsteren Wegesrand, da trat ihnen der Heilige Franz von Sales entgegen, Schutzpatron der Schriftsteller und der Gehörlosen. Er hob seine Hände zum Himmel und rief:


Gott, der du bist da oben!

Schütze diese beiden Wanderer auf ihrem Weg nach Klagenfurt!

Gib ihnen Ruhe, Kraft und Zuversicht für die Prüfungen, die ihrer dort harren!

Labe sie an dem Buffet, das reichlich gedeckt sein soll!

Ich, der Heilige Franz von Sales, Patron der Schriftsteller und der Gehörlosen und auch der Journalisten, glaube an diese beiden und wünsche ihnen von Herzen alles Gute!


Den geneigten Worten dieses klugen Mannes schließen wir uns freudig an!

Eure Blogmatrosen

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