Donnerstag, 1. April 2010
Herzogenrath
Wir sitzen hier zu dritt in einer Reihe, vor uns diejenigen, die uns hören werden. Nichts weist sie auf das Kommende hin. Es gibt aber auch noch einen vierten, den sie nicht sehen. Es ist eine jüngere Frau mit einem groben Hut aus braunem Filz; unter dem Rand des Hutes gehen ihre Haare bis über beide Ohren. Sie ist als Ingenieurin in Herzogenrath mit der Herstellung von widerstandsfähiger Hochleistungsleisungskeramik befasst.
Keramik ist der Werkstoff der Zukunft,
Keramik,
keramische Waelzlager, hochtemperaturstabile Fasern, piezokeramische Sensoren und Aktoren, Funktionskeramiken, piezokeramische Multilayer, Bieger und Schichten, die als Aktoren oder Sensoren wichtige Systemfunktionen erfuellen, Blei-Zirkonat-Titanat, Sensoren, Aktren, leitfaehige Schichten, Schutzschichten oder Antireflex-Beschichtungen, aktive, ansteuerbare Fasern, Fasern als integrierter Drucksensor,
insgesamt elektrische, dielektrische, magnetische oder optische Eigenschaften.
Keramik ist der Werkstoff der Zukunft.
Kein anderer Werkstoff kann so extreme Belastungen ertragen.
Keramik war das erste kuenstliche Material, das Menschen schufen, und auch nach etwa 8 000 Jahren ist das Potential nicht ausgereizt.
Wo Metalle und Polymere an ihre Grenzen stossen, erweitern Keramiken die Einsatzfelder,
die Zukunft,
von meinem Fenster aus gesehen
Die allerneuste Leipziger Schule
Mittwoch, 31. März 2010
Eine dicke Frau, die zu Gast war in der Talkshow 'Britt'
LdF: Und als erstes darf ich recht herzlich begrüßen: ‚Eine dicke Frau, die zu Gast war in der Talkshow ‚Britt’'.
Eine dicke Frau, die zu Gast war in der Talkshow ‚Britt’, betritt von rechts die Bühne.
LdF: Herzlich willkommen! Pause. Vielleicht sagen Sie zunächst was zu Ihrer Person?
Die dicke Frau: Ja. Also, ich bin eine dicke Frau, die mal zu Gast war in der Talkshow ‚Britt’.
LdF: Nur keine Leere aufkommen lassen! Erzählen Sie mehr!
Aus: Wolfram Lotz: Einige Nachrichten an das All - III. Eine Astronomie des Entsetzens
Sonntag, 28. März 2010
Darauf, darüber und dazwischen
Montag, 22. März 2010
Aesthatics 2010 - Die Gewinner
Dramatischer Teaser # 1 von Sascha Macht
Mit Wolfram Lotz und Hannes Becker und Roman Ehrlich, der dies alles unterstützt
Das Verfassen von Anleitungen zum Umgang mit technischen Geräten
Ein Schriftsteller muss für die Öffentlichkeit schreiben und es muss sich um den Ausdruck eigener Gedanken handeln, mögen sich diese auch auf rein tatsächliche Vorgänge beziehen. Es ist nicht erforderlich, dass das Geschriebene einen wissenschaftlichen oder künstlerischen Inhalt hat. Der Schriftsteller braucht weder Dichter noch Künstler noch Gelehrter zu sein.
Die selbständige Entwicklung von Softwarelernprogrammen ist dann eine schriftstellerische Tätigkeit, wenn eigene Gedanken verfasst werden und die Programme für die Öffentlichkeit bestimmt sind.
Das Verfassen von Anleitungen zum Umgang mit technischen Geräten ist eine schriftstellerische Tätigkeit, wenn der auf der Grundlage mitgeteilter Daten erstellte Text als eine eigenständige gedankliche Leistung des Autors erscheint.
Mittwoch, 17. März 2010
Feierliche Eröffnung der AESTHATICS 2010
Montag, 15. März 2010
Samstag, 13. März 2010
Sonntag, 7. März 2010
Donnerstag, 4. März 2010
Ein Lied für Willi
Der Klang der Hörner wurde farbig mit den Geigen und Bratschen kombiniert, die durch die langen tremolierten Töne e1 und dis2 eine gemischte Klangfarbe der beiden oben genannten ursprünglichen Ebenen erzeugte
Wilhelm Tells Füsse gingen über die Wiese
Paralell zu dieser Linearität wird die Oszillation des Klanges im Quintenraumintervall g2 –d3 bei den Flöten Fis2 - g1 und g1 – d2 bei den Oboen eingeführt
Walter
Klangcharakter: Fibrato
Die Wiese war so nass, so nass
Durch die Wechselbewegung im Abstand einer kleinen Sekunde gestaltet sich diese Gestik. Es folgt ein viertaktiges Vibrato entsprechend der Klangfluktuation in den tieferen Registern der Holzbläser und Streicher, nämlich beim Kontrafagott und den Kontrabässen sowie beim Fagott und den Violoncelli jeweils ein grosses g und ein grosses gis:
Im engeren Raum einer Sekunde
Ein Hut hängt am Stab, der Stab steckt im Gras
Der Chor setzt ein mit dem Wort: „Guarkuna“, das in Achteltriolen im Tempo Viertel 108 entsprechend der Silbentrennung des Wortes, drei Mal mit einer fünf Sekunden dauernden Trennungspause zwischen den ersten beiden Triolen wiederholt wird
Tell will sich nicht verbeugen, dies tut er nur vor Gott
Der Takt zeigt eine gewisse Flexibilität und Freiheit der Zeit
Der Rütlischwur, der Rütlischwur, der Rütlischwur!
Das TamTam setzt einen unmittelbaren Impuls (als atacca subito gekennzeichnet)
Mit dem ausklingenden TamTam wird eine sich abwechselnde Achtelfigur zwischen Blocks, Tam-Tams und Bongos gespielt
Die hohle Gasse ist von Bäumen umgeben, die man gar nicht sieht
Dieser Abschnitt besteht aus sieben Schlägen
Als Kind ging ich durch die hohle Gasse, sie war schattig, aber nicht undurchsichtig
Das Becken bewirkt auf der oszillatorischen Ebene der Percussion eine Klangtransformation
Auf dem Fünflieber sehe ich Wilhelm Tell, so wie er war
Parallel dazu brechen die Streichinstrumente mit einem forte Vibrato die lineare Ebene ab und gestalten ein spannendes, farbiges Moment, in dem der Sopran das Wort „Sira“ (mächtigster Gott der Tunebos) singt
Ich hörte, aber das glaubte ich nie, es gäbe ihn vielleicht nicht
Die Gestik der Musik, Reminiszenz, Tendenz zur Kadenz
Schiller habe über seinem Bett Landkarten der Schweiz aufgehängt, um die Flucht von Tell zu planen
Die Posaunen spielen in Flatterzungen!
Überlappende Quinten!
Fluktuation des Klanges!
Dieses Motiv kann als Anfangspunkt der rhythmischen Entwicklung aufgefasst werden!


