Dienstag, 6. März 2012

Sul concetto di volto nel figlio di Dio

"Die Zuschauer in Berlin zeigten sich, laut dpa und RBB, über den Fäkaliengeruch und 'die Handlung zwar teils schockiert', hätten schließlich aber kräftig Beifall geklatscht."

Freitag, 2. März 2012

Nachtrag zum Post von Sascha Macht vom Donnerstag, den 17. Februar 2011


Konkurrenz Glocke Konkurrenz

die Tauber der Fluss

ist gefüllt mit Fischen

Ich bin wie du


In Weikersheim

ist das Wasser verborgen,

die Substanzen

drängen sich auf


Nur das Material widersteht

Das Zirpen der Schnecken


Wir sinds

am W,

an den Wänden

Wir sehen uns an


„Der Fremdenverkehr spielt in Weikersheim

überhaupt keine Rolle“ (Der Zeitgeist)


Die Schüchternen siegen


Zeitangabe SCHLAMMKOFFER

MÜLL

Die Straße vergeht sich

an ihrem Leben


2011 am 21. Juli um 18 Uhr 07

Freitag, 24. Februar 2012













Als ich zehn Jahre alt war, war ich mit meinen Eltern in Norwegen und baute eine Sandburg am Strand. Ich trug eine Hose, die meine Knie bedeckte und aus dünnen weißen und breiten dunkelblauen Streifen bestand. Meine Haare waren hinten so lang wie vorn. Ein Mädchen, das älter war als ich, kam herüber, ich hatte sie schon seit längerem versucht zu ignorieren. Sie sah aus, als sei sie von hier, und ich dachte, sie ist Norwegerin. Ich bin hier Tourist. Sie sprach mich an mit einer Sprache, die ich nicht verstand, dann versuchte sie eine andere, von der ich erkannte, dass es Englisch war, aber ich verstand trotzdem nichts von dem, was sie sagte.
Hä?, sagte ich.
Achso!, sagte sie auf Deutsch. Baust du eine Burg?
Ich schaute auf den Boden. Ein grober schwarz-gelber Haufen aus Matsch und Sand reichte mir bis zur Hüfte hinauf. Kleine Stücke Plastikmüll schauten aus dem aufschaufelten Material. Überall ringsherum waren flache Löcher im Boden, die an den Rändern in sich zusammengesackt waren und mit Wasser vollliefen. Wenn ich es so sah, stimmte nichts damit, und es war auch nichts, nur unangenehm, dass jemand mit mir darüber sprach. Ich spürte, dass ich ein Kind war, und jeder das sah. Man sah es schon an der Schaufel, mit der ich grub. Aber dann erinnerte ich mich an die letzten Stunden, in denen ich diese Veränderung des Erdreichs bewirkt hatte, die jetzt zu sehen war, und mir, allein mit meiner kleinen Schaufel und den Gedanken in meinem Kopf, vorgestellt hatte, ich baute eine Burg, und ich nickte. Ein feiner warmer Wind flatterte in meinen Ohren, die ersten Wellen des näherkommenden Meeres waren noch weit draußen in der Bucht. Über unseren Köpfen und Haaren schwebten tausende Möwen mühelos im Wind. Ja, sagte ich. Ich baue noch daran.


Donnerstag, 9. Februar 2012

Das Konzept der Stadtguerilla



Von links nach rechts:
Die Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland und Staatsoberhaupt der Commonwealth-Königreiche Antigua und Barbuda, Australien, Bahamas, Barbados, Belize, Grenada, Jamaika, Kanada, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen und Tuvalu
(mit Zitronen auf der Krawatte),
Elfriede Jelinek,
das Baby des Terrors und
Seine Heiligkeit, der Papst (ohne Bart).

Samstag, 4. Februar 2012

Freitag, 27. Januar 2012

Donnerstag, 12. Januar 2012

Wer sind diese Menschen? (II)














BUT IF

GUATEMALA TEACHES YOU

ANYTHING, IT IS NEVER

TO POETICIZE OR IDEALIZE

REALITY.


Francisco Goldman - The Art of Political Murder

Donnerstag, 5. Januar 2012

The great commercial illustrators and cartoonists - Rockwell, Leyendecker, Raymond, Caniff - were at their zenith, and there was a general impression abroad that, at the drawing board, a man could not only make a good living but alter the very texture and tone of the national mood. In Sammy's closet were stacked dozens of pads of coarse newsprint, tilled with horses, Indians, football heroes, sentient apes, Fokkers, nymphs, moon rockets, buckaroos, Saracens, tropic jungles, grizzlies, studies of the folds in women's clothing, the dents in men's hats, the lights in human irises, clouds in the western sky. His grasp of perspective was tenuous, his knowledge of human anatomy dubious, his line often sketchy - but he was an enterprising thief. He clipped favorite pages and panels out of newspapers and comic books and pasted them into a fat notebook: a thousand different exemplary poses and styles.

- Michael Chabon, The amazing Adventures of Kavalier & Clay

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Samstag, 24. Dezember 2011

Ueber Tiere



Von den Schimpansen wissen wir mittlerweile, dass sie laecheln, wenn sie sich in einem Zustand grosser Angst oder unter starkem Stress befinden. Dieser Umstand ermoeglichte in den achtziger Jahren eine Reihe von Fotografien, die gerne in den Warteraeumen von Arztpraxen oder in Hobbykellern auf Hochglanzpostern ausgestellt wurden. In Baumaerkten und Einrichtungshaeusern konnte man diese Poster kaeuflich erwerben, meist aufgereiht in grossen Mettalstaendern, zwischen fotorealistischen Malereien von schwarzen Pumas im Mondlicht oder sich aufbaeumenden Einhoernern vor violetten Wolkentuermen.
Der Affe grinst, wenn er sich fuerchtet. Der Affe fuerchtet sich, wenn man ihm einen Motorradhelm aufsetzt oder ein Hausfrauenkleid anzieht, wie es ja auf diesen Postern meist der Fall war. Der Affe fuerchtet sich, wenn man versucht, ihn zum Menschen zu machen mithilfe einer Verkleidung. Und seine Reaktion ist es, zu laecheln.



Freitag, 16. Dezember 2011

SPAZIERGÄNGERIN (zur Tür): Wenn die Luft kommt, verschwinden die Vögel.

Montag, 5. Dezember 2011



















"Doch, so dachte sich der Autor angesichts all der vergnügten jungen Menschen: Warum immer so zynisch? Das Simple, Epische im Pop ist seine jugendlichste Qualität, und die Jugend soll ich gefälligst darin suhlen dürfen, solange sie noch kann."

- Johannes von Weizsäcker

Samstag, 12. November 2011

ich sah die freie Hand des unsichtbaren Marktes schalten!
und walten!

ich packte sie und schüttelte sie!

dies kann ich allen empfehlen:

schütteln wir die unsichtbare Hand und!
fliegen wir auf ins Tal!
wo der Markt frei hüpft!

hängen wir unsere Schlötterlinge in die Luft und packen!
packen die Hornochsen und die unsichtbare Hand!

übrigens:
dies ruft ein altes Männlein, sich wehrend!

gegen wen?
gegen die unsichtbare Hand, die ihn schüttelt –

wir hören es gut!
wo geschieht dies?

auf einem Maisfeld!
wann?
es ist ja schon geschehen!
ihr Kabisköpfe!

Längst, längst ist dies geschehen!
längst seid ihr überholt von den!
Schlötterlingen und den Menschen!
ihr verkommenen Halunken Hasenfüsse!
bleibt hinter euren Hecken und helft!
fangt bereits eure losgelassenen Hände ein!
mit dem feinen Spucknetz!
das euch noch bleibt!
wie ihr denkt!

bewohnt von mir aus!
den freien Markt!
wenn ihr ihn findet!
ich finde ihn nicht!
wir finden ihn nicht!
wo ist der freie Markt?
wer seid ihr wo seid ihr?
im freien Markt verschwunden?

nein, da sind wir!
die Geschüttelten!
hier sitzen wir und warten!
im Mais!
was stellt ihr euch vor?
wo sind wir?
nichts stellt ihr euch vor!
ihr Sauhunde Schafseckel Ochsenfüsse!
nicht einmal vorstellen könnt ihr euch!
die Abwesenheit der unsichtbaren Hand!

aber jetzt, jetzt sind wir ruhig!
Wir glauben nichts mehr!
Wir glauben nicht mehr!

wo das Maisfeld ist und wo der freie Markt!
wir wissen nur, dass wir verloren sind!
im Mais des freien Marktes!

hier warten wir!
seit wir nicht mehr glauben!
ist es still!

auch den Schüssen!
Wo seid ihr?
glauben wir nicht!

wir glauben nicht mehr!
dass wir verloren sind!

wo denn?

wir hängen euren Händen!
tausend Schlötterlinge an!
und weitere Schlötterlinge!
an die unsichtbare Hand.

Oh! Die Hand wird schwer und sinkt...

die Schlötterlinge glänzen!
weit herum!

bumm!

Freitag, 11. November 2011

111 Jahre Saint-Exupéry

Gleichungen

A ROSE IS A ROSE IS A SORE
c m landerl




Dienstag, 8. November 2011

Das Große Gespräch über die Zukunft (V)


"Abends sind die Stirnen der Bank, wenig oberhalb ihres Stockwerks, mit Nebel verhängt. Von der Straße gesehen blinken die Fenster der Direktion wässerig, untergehende Schiffe."


Jahrestage, 25. August 1967

Mittwoch, 2. November 2011




Eia, popeia,

was raschelt im Stroh

Es sind die lieben Gänschen,

sie finden keine Ruh'.