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Mittwoch, 30. Januar 2013

500 Jahre Appenzell (Das große Gespräch über die Zukunft IX)


Schlacht am Stoss 
1405
Felsblöcke Hellebarden
Äußere Macht
Innerer Niedergang 
wie einst 

am Vögelinsegg
1403
nur der Gewalt, nicht dem Rechte zugetan
am zugewandten Ort
Acht alte Orte nur

Untertanengebiete 
hier
Gemeine Herrschaft

Bruder Klaus, Schutzpatron der Schweiz, 
ich bin 
auf guter Freunde Rat
hierher zu dir gekommen,
um zu fragen:

Wohin geht die Welt?
Was ist geheim?
Wie geht es meinen Lieben?
Wo ist die Schweiz?

Freitag, 22. Juni 2012

Ursprung des Theaters der Nacht


Ein fahrender Scholare begegnet am Strand des Westsees, als er die sommerliche Lotuspracht bewundert, der weissen Schlange in Gestalt eines hübschen Mädchens und ihrer hässlichen Dienerin, der schwarzen Schlange. Bezaubert durch ihren Gesang und Liebreiz ehelichte er das hübsche Mädchen. Als sie eines Tages miteinander Schwefelblütenwein trinken, bewirkt der Trunk die Verwandlung in ihre wahre Schlangengestalt. Der Gatte flüchtet vor ihr in einen Tempel. Die liebestolle Dämonin verfolgt ihren Gatten, wird aber von einem zauberkundigen Priester in ein Schlänglein gebannt, das er in seine Almosenschale einschließt und in einer Pagode festhält. Hierher kommt eines Nachts der Gatte geschlichen. Er hat sich unter einem Vorwand die Schlüssel beschafft. Er hebt den Deckel von der Almosenschale des Magiers, ergreift die gefangene, kleine Schlange und schluckt sie hinunter. Zurück in seinem Haus ruft der Mann die Dienerin seiner Frau. Niemand antwortet auf sein Rufen, und als der verzweifelte Ehemann aus seinem Schlafgemach in die Eingangshalle des Hauses stürzt, ist dort alles dunkel, und alle Zimmer im Haus sind leer und verlassen.

Samstag, 12. November 2011

ich sah die freie Hand des unsichtbaren Marktes schalten!
und walten!

ich packte sie und schüttelte sie!

dies kann ich allen empfehlen:

schütteln wir die unsichtbare Hand und!
fliegen wir auf ins Tal!
wo der Markt frei hüpft!

hängen wir unsere Schlötterlinge in die Luft und packen!
packen die Hornochsen und die unsichtbare Hand!

übrigens:
dies ruft ein altes Männlein, sich wehrend!

gegen wen?
gegen die unsichtbare Hand, die ihn schüttelt –

wir hören es gut!
wo geschieht dies?

auf einem Maisfeld!
wann?
es ist ja schon geschehen!
ihr Kabisköpfe!

Längst, längst ist dies geschehen!
längst seid ihr überholt von den!
Schlötterlingen und den Menschen!
ihr verkommenen Halunken Hasenfüsse!
bleibt hinter euren Hecken und helft!
fangt bereits eure losgelassenen Hände ein!
mit dem feinen Spucknetz!
das euch noch bleibt!
wie ihr denkt!

bewohnt von mir aus!
den freien Markt!
wenn ihr ihn findet!
ich finde ihn nicht!
wir finden ihn nicht!
wo ist der freie Markt?
wer seid ihr wo seid ihr?
im freien Markt verschwunden?

nein, da sind wir!
die Geschüttelten!
hier sitzen wir und warten!
im Mais!
was stellt ihr euch vor?
wo sind wir?
nichts stellt ihr euch vor!
ihr Sauhunde Schafseckel Ochsenfüsse!
nicht einmal vorstellen könnt ihr euch!
die Abwesenheit der unsichtbaren Hand!

aber jetzt, jetzt sind wir ruhig!
Wir glauben nichts mehr!
Wir glauben nicht mehr!

wo das Maisfeld ist und wo der freie Markt!
wir wissen nur, dass wir verloren sind!
im Mais des freien Marktes!

hier warten wir!
seit wir nicht mehr glauben!
ist es still!

auch den Schüssen!
Wo seid ihr?
glauben wir nicht!

wir glauben nicht mehr!
dass wir verloren sind!

wo denn?

wir hängen euren Händen!
tausend Schlötterlinge an!
und weitere Schlötterlinge!
an die unsichtbare Hand.

Oh! Die Hand wird schwer und sinkt...

die Schlötterlinge glänzen!
weit herum!

bumm!

Mittwoch, 13. Juli 2011

Great Pacific Ocean Garbage Patch


Plastiktüten

Einmalrasierer

CD-Hüllen

Eimer

Kabeltrommeln

Zahnbürsten

Feuerzeuge

Getränkekästen

Aufgegebene Fischernetze

Verschlüsse

Flaschen

In einer Kiste liegen undefinierbare Brocken

Deckel

Tüten

Bruchstücke von irgendetwas

Tamponapplikatoren

Nurdles

Ein Einmachglas mit der Plasticsuppe, worin Kleinteile schwimmen wie Gemüsestücke

Feuerzeuge

Taschenkämme

Glacestengel

Eine bisher unbekannte Gesteinsart

Vulkanische Lava, die über einen Strand ins Meer geflossen ist

Puppen

Wegwerfbesteck

Wattestäbchen

Spritzen

Schirmgriffe

Einkaufstüten


29.000 gelbe Badeentchen.

Mittwoch, 25. August 2010

Es verschwindet!

Dienstag, 20. April 2010

Liebe Freunde, ihr wisst es ja:

Am Donnerstag, den 6. Mai, lesen wir um 20 Uhr im Mzin aus den Eingeweiden des Untergehenden Fisches die Zukunft der menschlichen Rasse heraus!

Ich dachte, ich spreche es mal an, dass wir uns ja davor noch so ein paar Sachen überlegen müssen, nämlich:

Wer liest?

Was lesen wir?

Und - um Himmels willen - wie lesen wir es?

Ich hätte folgende Vorschläge:

- Bis zum Wochenende trifft jeder eine Auswahl von Texten aus dem Blog - vor allem eigener, aber auch die Texte anderer, auf der man nicht verzichten möchte - und schickt dann die Auswahl an alle.

- Die Texte lesen wir dann chronolgisch, wie sie auf dem Blog veröffentlicht wurden

- Wir könnten dann zu den Texten jeweils auch die Kommentare lesen (wobei wir natürlich auch noch nachträglich weitere hinzuschreiben können); dafür könnte der oder die, wo gerade liest, vorne sitzen und die anderen im Raum verteilt. Ich denke, dass wäre eine Möglichkeit, um zu zeigen, dass es sich um die Lesung aus einem Blog handelt. Aber hoffentlich habt ihr da noch weitere Ideen?

- Die abwesenden Autoren - leider ist es ja die existentielle Beschaffenheit einiger von uns abwesend zu sein

- müßten dann doch als Toneinspielungen vorkommen. Die Aufnahmen müßten wir anwesenden Autoren für Euch abwesende Autoren, Adalbert, Felix, E. Wildenthal übernehmen - aber so dass trotzdem Eure Stimmen zu hören sind und nicht unsere.

- Moderation: Choleda sollte uns am Anfang Anmoderieren, auch sagen, dass es eine Lesung aus unserem Blog ist etc. - dann legen wir los, ohne weitere Zwischenmoderationen. Wir dürfen nicht vergessen, ihr das kurz vorher nochein (oder zwei- oder drei-)mal zu sagen!

Weitere Fragen / Bitten, die sich aus diesen Vorschlägen ergeben:

- Kann jemand aus den Texten, die wir uns schicken, ein Skript machen und es dann nochmal an alle schicken?

- Wer kümmert sich um die Aufnahmen?

- Wo kommen die Stimmen her?

- Soll es Musik geben? Wer spielt sie?

Außerdem habe ich Choleda gerade eine E-Mail geschrieben, dass sie rausfinden soll, ob es eine Anlage gibt, an die wir einen MP3-Player anschließen können, bzw. von der wir eine CD abspielen können.

Schreibt, ihr Lieben, schreibt oder lasst anders von Euch hören!

Hannes

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