Mittwoch, 26. März 2014






Dann verschwanden die 
Gaukler vom Turnierplatz
und machten sich wieder 
auf den Weg in die Welt.







Bathos







Sonntag, 23. März 2014

Planetenlehre




"Was den Saturn betrifft, so ist seine Natur [...] kalt, trocken, bitter, schwarz, dunkel, sehr rauh [...] Er (d.h. der Staurn oder der unter ihm geborene Mensch) [...] bezeichnet die Werke (Arbeiten) der Feuchtigkeit, des Pflügens und der Landwirtschaft, [...] Schätzung der Sachen und Teilung der Ländereien, Menge des Besitzes und große Armut, Wohnstätten und Seereise, lange Abwesenheit von der Heimat und weite, schlimme Reisen, auf Täuschung, Schlechtigkeit, geheimen Haß, [...] Traurigkeit, Einsamkeit, Menschenscheu, Hochmut, [...] Fesseln, Gefängnis, Unterpfand und Fußfesselung, auf Wahrhaftigkeit, Langsamkeit und Bedächtigkeit, Verständnis, Erfahrung, Blick [...] und Bedürfnis [...], vieles Nachdenken, Fernsein des Sprechens, Beharrlichkeit und Festhalten an einem Weg (Verfahren). [...] Ferner weiterhin auf [...] Bedrängnis, Verderben, Tote, Erbschaften, Totenklage und Verwaisung, auf alte Dinge, Großväter, Väter und Brüder, [...], auf Totengräber, [...], Ausgräber (= Leichenschänder, Friedhofsdiebe) und Gerber, auf die Leute, welche die Dinge zählen, [...], auf langes Nachdenken und Wortkargkeit, auf Geheimnisse. [...] Er weist ferner hin auf Elend und Fragen der Langeweile."

Abū Maʿšar




 

Montag, 17. März 2014

Heute


I

Konschtanz
Konstanz
Mitten in der Anstalt
Nehmt Euch Mützen!
100 Euro, 3
Komma 5 Prozent 2100 Euro
Brutto Dass man 
ein Auto - Dass man eine Wohnung - Spürbar
Spürbar. Linear um -
Am
untren Ende
Viele
junge Männer
Frauen, Politiker
aller Parteien Die Arbeit 
wird immer mehr
nicht weniger Viele
zeigen
in der Unistadt
Verständnis Verständnis Wertvoll
Wertvoll.
Wichtig.

II

Angefangen hat alles im vergangenen
Sommer.
Hellersdorf -
eine gewaltige Bühne
Bierflaschen
Bürgerkrieg
Sechs junge Männer
Wachschutz und Bevölkerung, der Staatsschutz
ermittelt
auf offener Straße

Gemeinde Fachhochschule Flüchtlingsheim
Seminare

Wachsam sein

Die Flüchtlinge reagieren

unterschiedlich

Ich hab 
1000 Leute gesehen, 
die waren tot - 
und jetzt
soll ich hier Angst haben? Nein.


Er sagt,
dass seine Kinder auch hier leben.


„[…] Der unsichtbare Staat ist die bedeutendste Erfindung des Menschen. […]“ 

Samstag, 15. März 2014



Im Schatten

der Bäume

auf den Wiesen

ist noch etwas Reif

übrig 

geblieben 

 

 



Freitag, 14. März 2014


Fortfahren!

Montag, 3. März 2014

Vor dem Einschlafen sah ich noch eine Weile fern, den Ton auf stumm geschaltet: Die Nachrichten um zwei Uhr morgens bestanden aus einem Zusammenschnitt der Urlaubserlebnisse von Präsidentin Emmy Jaeger, wie sie mit ihrer Familie am Strand spazierte, wie sie müde lächelnd einem Elefanten einen Flaschenkürbis ins Maul schob, wie sie als ein vermummtes Gespenst in den Ruinen eines Mehrfamilienhauses umherging, das vor kurzem bei einem Terroranschlag zerstört worden war, wie sie mit ausgestrecktem Arm schweigend und streng aufs graue Meer hinaus zeigte, in Richtung des Sonnenuntergangs, als würde sich dort draußen etwas verbergen, das es zu suchen und zu finden galt, ein im Sturm verlorengegangenes Schiff, ein mythisches Ungeheuer, das imstande wäre, alle Feinde der Republik auf einmal zu zerschlagen, oder eine kleine Insel, bewohnt nur von einer Herde stiller Affen, die tagein, tagaus im Schatten eines Sandelholzbaumes saßen und die Bewegungen der Wellen beobachteten.

Das Risiko der Zivilisation (Das große Gespräch über die Zukunft XIV)


"In Rudeln und Blasen sieht man die jungen Männer an den Ecken stehen. In Horden und Cliquen rotten sie sich zusammen und warten. Worauf warten sie? Sie warten auf irgend etwas; sie wissen es selbst nicht, auf was. Dabei sind sie gut gekleidet, scheinen durchaus zufrieden zu sein, verdienen wohl auch ihr angemessenes Geld. Sie folgen zwar allerlei Moden, pflegen mitunter einen kuriosen Jargon, zeigen sich indes alles in allem kaum bösartig. Aber dann kommt es zu ganz plötzlichen Explosionen, zu Aufläufen und schließlich Krawallen. Einige der Teilnehmer werden festgenommen. Aber vor dem Vernehmungsrichter sind sie wieder völlig normal: kaum aufsässig oder auch nur widerborstig. Sie reden vernünftig und ohne jede Scheu oder Verstocktheit. Viele von ihnen wundern sich hinterher, wie sie wohl zur Teilnahme an den Ausschreitungen gekommen seien. Irgendeine Absicht, irgendein Ziel weiß keiner anzugeben.

Merkwürdige Erscheinung. Weiß die Jugend wirklich nicht mehr, was sie tun soll?"

(Hans Heigert und Werner Wirsing: Stätten der Jugend. München 1958, S. 7)

Sonntag, 23. Februar 2014

Gedicht


Klagen
Seufzen Warnen
Beten Drohen
Gedanken

Gut und nützlich

Wenn? wo? wozu?
Was? warum? wie?
Wie? wo? warum?
Was? wem?

Samstag, 22. Februar 2014


















NATHAN. Er ist
Ein Franke, dieses Klimas ungewohnt;
Ist jung
TEMPELHERR. Ich bin ein plumper Schwab
DAJA. So geh





So geh, du deutscher Bär! so geh!





so geh! - Und doch



Und doch



Und doch



Muss ich die Spur des Tieres nicht verlieren.





"Hört auf, und seht!"

In die Millionen



Donnerstag, 20. Februar 2014

Theaterwerkstatt Kuringa


Und 
heute:

Pferde
Die Erde
Der Mensch

steht da

Achtung: Es ist Gift auf der Hundewiese! Schon drei Hunde sind betroffen.

und

Lust auf lecker?
Lecker wissen

und

Textnot spielt: 

?

kuringa@kuringa.org

Projekt, Grünzug
Grüntaler Straße Berlin 
Berlin Wedding

Mittwoch, 19. Februar 2014

Heute


Heute:

Sascha Macht Swill

Nadja Wieser

Dorothee Elmiger Einladung an die Waghalsigen (2010)

Monika Pelz Die Diebe der Zeit (1986)

Astrid Lindgren (1981)

Prof. Dr. Herta Schönewolf

Jörg Pose

Herbert Fritsch

Esther Becker

Michael Ende Momo (1973)

Michael Ende Die unendliche Geschichte (1979)


Martin Heckmanns Kränk (2003)

Nolte Decar Das Tierreich nach Nolte Decar (2013)

KodokKu e.V. (Kim Archipova) Schattentheater in a Box (2014)

John Christopher Die Wächter (1970)

Caryl Churchill Die Kopien

Dr. Seuss / Felicitas Hoppe Grünes Ei mit Speck (2011)

Stefanie de Velasco Tigermilch (2013)

Carlo Collodi Pinocchio (1881)

Wolf-Dietrich Sprenger Pinocchio (1977)

Tankred Dorst, Ursula Ehler Friss mir nur mein Karlchen nicht! (2000)

Montag, 17. Februar 2014

Heute


Heute:

Maske

Wäsche

Tier im Text

Montag, 10. Februar 2014

WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?

WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?
WO IST DIE SCHWEIZ?

Montag, 27. Januar 2014

Power-Sender Massen-Fackel



Das ist alles zu lang, sagt unser Chef
viel zu lang alles
muss kürzer
die Leute verstehen es sonst nicht, sagt er
und ob wir das nicht in unsere Köpfe kriegen.

Kurz darauf kommt der Chef schon wieder an:
immer noch alles zu lang
macht es kürzer! sagt er

Und was wir da überhaupt wieder gemacht haben, denkt der Chef
Raus mit dem oder der! denkt er
Brauchen wir hier nicht
Gefeuert!
Scheißdrauf, bald ist eh alles platt
das denkt der Chef nämlich

Unser sogenannter Sender hier
ist eine sexistische Jobmachine
sonst nichts

Es macht einen Unterschied übrigens
sagt wer
ob man von koksenden Chefs nur hört
oder ob man sie mal in echt sieht
sagt wer
aber ich glaub’s nicht!

(It’s my first contemporary workingplace culture poem. Please be nice while reading. Please be nice to each other.)