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Donnerstag, 11. Februar 2010

Wir sind gegangen auf einer Strasse nahe des Horizontes, den Horizont, den weissen, konnten wir von hier aus nicht sehen, obwohl: vorhin hatten wir ihn gesehen. Oder nicht? Unberechenbarkeit machte sich breit...

Ihr Hüter der Berechenbarkeit

riefen wir in den unseligen, grossen Himmel –

was ist mit euch? Seid ihr des Trostes?

Wir schauten, durch unseren Ausruf in eine andere Stimmung versetzt, längst aber nicht zufrieden und nicht beruhigt, auf unsere Füsse, deren Formen uns plötzlich ergötzten.
Im Grunde aber war kein Wohl in unseren Herzen –
Dass das weisse Band der Ordnung und des Beweises unersichtlich blieb, machte uns schier stibelisinnig -

Ein grosser Raum schien uns zu umgeben, blau und grau, wenige Vögel flogen darin, ein wenig tröpfelte es...die Geräusche waren kostbar – wir lauschten...

das war damals unsere Beschäftigung.

Aus: Erinnerungen an die Unsterblichkeit von Waldemar&Hildegard Herz

Montag, 26. Oktober 2009

Ich sehe

die Tauben, die keiner sieht, in den leeren Häusern
die Hasen, echte Hasen
wie es nach außen hin aussieht, aber nach innen hin wirklich ist
wie Jens und Marina und Björn aufstehen
hier und da
wie sie gemeinerweise noch immer ausharren. Hier. Es ist ihnen nicht zu verübeln
und da -
warum steht er da noch?
von weiter hinten die Häuser und Rufe
die unterschiedlichen Orte der Menschen
drinnen hat Frau Sack schon alles gewischt