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Montag, 26. Oktober 2009

Ich sehe

die Tauben, die keiner sieht, in den leeren Häusern
die Hasen, echte Hasen
wie es nach außen hin aussieht, aber nach innen hin wirklich ist
wie Jens und Marina und Björn aufstehen
hier und da
wie sie gemeinerweise noch immer ausharren. Hier. Es ist ihnen nicht zu verübeln
und da -
warum steht er da noch?
von weiter hinten die Häuser und Rufe
die unterschiedlichen Orte der Menschen
drinnen hat Frau Sack schon alles gewischt

Donnerstag, 20. August 2009

Tafellied



GEH, MEISTER HERMANN
Walter von Stöltzingen

Die Tiere des Waldes
Ein struppig Gefleusch
Ein wildes Gewusel
von Fell und Gesträuch

Ein Wildbret dem Magen
inniglich wohnt
von fettigen Schenkeln
ein Wonnestück fehlt

Geh, Meister Hermann,
den Hasen uns hol
wir sehn seine Ohren,
im Farnkraute wohl

Den Hasen, den Hasen,
den Hasen uns hol

Mit saftigen Beeren,
ein einzelnes Bein,
am Feuer gebraten
mit christlichem Wein

Geh, Meister Hermann,
den Hasen uns hol
wir sehn seine Ohren,
im Farnkraute wohl

Den Hasen, den Hasen,
den Hasen uns hol

Das Schwänzchen so weiß
in der finsteren Nacht
Geh lieber Has’,
hast uns Freude gebracht

Geh, Meister Hermann,
den Hasen uns hol
wir sehn seine Ohren,
im Farnkraute wohl

Den Hasen, den Hasen,
den Hasen uns hol
Den Hasen, den Hasen,
den Hasen uns hol