Montag, 5. Juli 2010

Wir sind bereit!
Heute, in der Badi Altendorf, sah ich Ilija Trojanow in einem rosafarbenen Hemd.

Freunde, was hatte er da zu suchen?

Sonntag, 4. Juli 2010

"Ein anderer Titel dieser Vorlesung [...] könnte also lauten: 'Der unmögliche ROMAN'. In diesem Falle wäre die jetzt beginnende Arbeit = Erforschung eines großen Sehnsuchtsthemas, das in unserer GESCHICHTE herumgeistert: Der TOD der Literatur geht um; man muß diesem Gespenst ins Auge sehen, ausgehend von der Praxis --> Es handelt sich also um eine angestrengte Arbeit: zugleich ruhelos und aktiv (es muss nicht immer das SCHLIMMSTE eintreten)."

Freitag, 2. Juli 2010

Begrüssung zum neuen Schuljahr (von Herr Bättig)
Die Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) beginnt das neue Schuljahr 2009/2010 mit total 567 Schülerinnen und Schülern, 80 Lehrpersonen und 25 Mitarbeitenden. 344 Schülerinnen und Schüler besuchen den Unterricht in 16 Klassen vor allem in Schulhaus Pfäffikon, 223 in 11 Klassen vor allem in Nuolen. Von den total 567 Schülerinnen und Schüler sind 314 Mädchen, 253 Knaben.
Am ersten Schultag wurden die 121 neuen Erstklässler zunächst von der Schulleitung in Lachen, dann an den jeweiligen Standorten von der ganzen Schulgemeinschaft willkommen geheissen. Willkommen geheissen wurden auch acht Lehrpersonen, welche neu an der Kantonsschule Ausserschwyz unterrichten.
Auch dieses Schuljahr wird voller Ereignisse sein, kein Tag ist wie der andere. In den festen Strukturen des Schuljahres spielt sich die persönliche Auseinandersetzung mit Individuen ab: Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, Mitarbeitende, rund 700 Persönlichkeiten bilden die lebendige, anspruchsvolle Schulgemeinschaft der KSA, die zusammen Ziele erreichen will. Das grosse Bildungsziel ist letztlich die Hochschulreife.
Wir freuen uns auf die vielen Chancen, welche das neue Schuljahr bereit hält.
Die Schulleitung

Lokalpresse

Stimmt es, Freunde, wie ich hörte, dass alle hier, außer mir, der nur im Kino gearbeitet hat, früher einmal, bevor alles begann, für die Zeitung geschrieben haben, die es dort gab, wo ihr herkommt, die Lokalzeitung?

Sagt doch, welche? Welche sind es denn, wie ist ihr Name?

Donnerstag, 1. Juli 2010



"Karl Hubert Weisling zeichnet in seinen Texten - unterlegt von intellektueller Reflexion, doppelbödigem Humor sowie emotionaler Tiefe - nah am Puls des Lebens im postmodernen urbanen Gefüge ein wortgewaltiges, pointiertes und bildreiches Panorama des Individuums unserer Tage - getrieben, zerrissen, bisweilen scheiternd."

Was säged da üsi Alpakas?

Mittwoch, 30. Juni 2010

HIERMIT

verurteile ich den maulflotzigen Unterwiesling Sascha Maria Macht für seine infamen Unflätigkeiten gegen den durchgängig rechtschaffenen, höchst acht- und ehrbaren Schweizer Edelmann und Blogältesten Herrn Adalbert Urs Spichtig, geb. 1879 auf einem Lupinienfeld im Kanton Schwyz, die er, der hier angeklagte Sascha Maria Macht, seines Zeichens Unterwiesling, nicht in seinem flotzigen Machtmaul einbehalten, sondern aus diesem auszustoßen gewagt hat, zu 25 Stockhieben auf sein blankes, weißes Ärschlein. Fürderhin soll der uns an anderer Stelle schon vielfach negativ aufgefallene Sascha Maria Macht seine jugendlichen Schuftereien endlich ganz einstellen und stattdessen das Deck des untergehenden Schiffes schrubben. Es stinkt schon wieder schlimm nach Fisch!

Montag, 28. Juni 2010

woman in green raincoat


“Ich arbeite überwiegend mit den Abfallprodukten aus meiner Tätigkeit als Fotografin. Ich nehme die Bilder, die sich - sozusagen autopoietisch - selbst erschaffen haben und verleihe ihnen Sinn erst durch den Titel. Ich schreibe ihnen meine Wahrnehmung ein und gebe ihnen damit einen Platz in der Welt.“

Kristina Zaporozhets / Juni 2008

                                                                     

Wo sind hier zum ersten Mal die Hände aus der Erde gekommen?

Freitag, 25. Juni 2010

SENSATIONELLE EILMELDUNG AUS DEM SCHÖNEN KLAGENFURT!

Der deutsche Schriftsteller Erich Olivier Honecker (rechts im Bild, links: Kärntens Landeshauptmann Plimbolo Schpuuztraxler der Ältere) hat, völlig überraschend und beinahe 30 Stunden vor der eigentlichen Preisverleihung, im österreichischen Klagenfurt den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis für seinen Text "Das grobe Anzweifeln der Verhältnisse unterm ofenroten Apfelbaum" erhalten. Die Jury lobte die "prägnant vor sich hin huschende Ausdruckskraft" eines "außerordentlich begabten jungen Stilisten", der sein "in höchstem Maße brisantes Thema beidhängig packt, in die Luft wirft, auffängt und uns, den verblüfften Lesern, in einem kahlen Raum hochnotpeinlicher Kommunzierbarkeit schluchzend und nach Atem ringend zurücklässt, jedoch nicht ohne vorher gesagt zu haben: 'Alles, was geschieht, ist ein Ringen nach Aufmerksamkeit und dem Glauben ans unermessliche Glück'". Herzlichen Glückwunsch!

Beschwerde

Hiermit reiche ich, Herr Sascha Macht, fristgemäß zum 25. Juni 2010 (dem Geburtstag meines Vaters) eine Beschwerde betreffs des Verhaltens meines Mit-Bloggers Herr Adalbert Spichtig z. H. des allerallerhöchst ehrenwerten Sankt Blogwarts ein.

Folgendes piekt mir im Auge: Vor über einem ganzen Monat (am 22. Mai 2010, um 19:50 Uhr - am 22. Mai schon, jawohl!) bat ich meinen Mit-Blogger, namentlich Herr Adalbert Spichtig, informell auch "Spichti" oder "Spuchti" oder "Spichtelchen" genannt, darum, mir ein kleines Poem über die Schweizer Fasnacht (oder die Basler Fasnacht oder die Fasnacht am Fuße des Matterhorn oder die Fasnacht im allgemeinen) zu schreiben. Bis jetzt hat sich Herr Adalbert "Spachteli" Spuchtig nicht bei mir gemeldet, ob er denn dieses von mir angeforderte Poem nun schrübe oder dieses von mir angeforderte Poem eben nicht schrübe. Mit diesem Verhalten, großherzig gebeneideter Blogwart Bloggi, bin ich zutiefst nicht einverstanden, denn nichts sehnlicher wünsche ich mir als dieses Poem oder eben eine förmliche, aber höfliche!, Absage des Herrn Spichtelli, dieses Poem eben nicht zu schreiben, genau!

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

Erstens) Adalbertig Spachtl erhält eine Verwarnung, eine Abmahnung, eine Watschn, eine Klatschn, einen Arschtritt, einen Abzess, einen Auschluss, einen Ausfluss oder eine Aufforderung, endlich mein Poem (fertig) zu schreiben. Ich warte aber nicht mehr allzu lang, das kann ich Ihnen, liebe Mit-BloggerInnen und Mit-BloggerAußen, höchst und heiligst versprechen.

Zweitens) Adalbert Spichtig wird gebeten, aber auch gezwungen, mir ein gleichwertiges Poem zu erstellen und zwar zu dem mir sehr lieben und auch schönen, weil zugänglich-poetischen Thema "Die Helvetische Republik", die, bedingt durch den kontinentalen Export der Großen Französischen Revolution, vom 12. April 1798 bis zum 10. März 1803 Bestand hatte und sicher noch niemals in lyrischer Form wiederauferstanden sein tat. Als Anregung für Herrn Spochtig sende ich anbei ein Gemälde, das die greisen Körper und zarten Gesichter der Anführer des sogenannten "Stecklikriegs" beinhaltet, die sich 1802 anmaßten, einen föderalistischen Aufstand gegen ebenjene République helvétique - ja, ebenjene glorreiche Repubblica elvetica! - anzuzetteln. Hier die besagten Herren (pfui pfui, aber dem zürnenden Herrgott sei's gedankt: Das Bild zeigt sie bereits als Gefangene auf der Festung Aarburg, jawollja!):
















So, ich glaube, ich habe jetzt mehr als genug demonstriret. Wenn Sie alle keine weiteren Fragen haben, würde ich mich gern in mein Gemach zurückziehen. Nein? Gut. Wir sehen uns dann morgen. Eine geruhsame Nacht Ihnen allen und einen guten Start in den morgigen Tag, ja?

Am Platze!,
gez. Sascha Macht

Dienstag, 22. Juni 2010

Die Legende vom Heiligen Franz


Farewell, sagte Dorothee Elmiger und sprang von Bord des untergehenden Schiffes. Farewell, sagte Roman Ehrlich und sprang von Bord des untergehenden Schiffes. Seite an Seite durchschwammen sie den Indischen Ozean, umrundeten das Kap der guten Hoffnung, kraulten an Afrika vorbei, an Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden und gingen endlich in Bremerhaven an Land. Von dort wanderten sie südwärts, ohne Nahrung, ohne Pause, ohne Schutz in der Nacht. Wenn am Tag die Sonne auf sie niederbrannte, trug der eine des anderen Regenschirm, denn mehr hatten sie nicht dabei. Sie tranken aus Pfützen und aßen das trocken Brot, das ihnen zugesteckt ward von manch gutem Herzen. So wanderten sie 30 Tage lang. Am 31. Tag aber überquerten sie die Österreichische Grenze. Nun ist es nicht mehr weit, mein guter Freund, meine gute Freundin, sagten sie zueinander, um bald darauf vor Erschöpfung niederzusinken. Und wie sie dort lagen am finsteren Wegesrand, da trat ihnen der Heilige Franz von Sales entgegen, Schutzpatron der Schriftsteller und der Gehörlosen. Er hob seine Hände zum Himmel und rief:


Gott, der du bist da oben!

Schütze diese beiden Wanderer auf ihrem Weg nach Klagenfurt!

Gib ihnen Ruhe, Kraft und Zuversicht für die Prüfungen, die ihrer dort harren!

Labe sie an dem Buffet, das reichlich gedeckt sein soll!

Ich, der Heilige Franz von Sales, Patron der Schriftsteller und der Gehörlosen und auch der Journalisten, glaube an diese beiden und wünsche ihnen von Herzen alles Gute!


Den geneigten Worten dieses klugen Mannes schließen wir uns freudig an!

Eure Blogmatrosen