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Dienstag, 7. Dezember 2010

Aufgabe


Geht, geht!

Ich möchte nur immer schauen,

was sich bewegt, dort

wohin ich niemals schaue.


Seltene Kuhherden

Vorschläge,

Weiden der Macht.


Wir können uns nicht behaupten.

Die Lautsprecher der Seele

liegen im Sperrfeuer des Lichts.


Die Gräben versiegen.


Und immer wieder

gibt es keine Züge, alles

muss ausweichen, niemand

entkommt.


Die Bündel, die Gebäude am Rand

sind verloren.


Mein großer Bewohner.

Wie bist du geworden, auswärts

gewachsen, gestorben, ein letzter

Ideologe der Liebe, ein Auswanderer

des zweiten Gesichts.


Tiere?

Das meine ich nicht.


Es gibt noch Übergänge zu den Menschen,

sie können es vertragen. Wir

vertragen es nicht.


Es gibt keine sichere Rede.


Es herrscht Hunger im Land.

Die Regeln

versagen. Einsam

gehen sie die Straße hinunter

ins Licht.


Eine fremde Hand geht durch das Haus

in ein unabsichtliches Leben.

Dienstag, 6. Juli 2010

Die endlosen Wege

Alles, ein kleines Feldhuhn,
zerblüht am Rand
der ausgewogenen Worte -
Lobgesänge,
aber zu Recht.

Von vorneherein
habe ich
alles gewusst.

Wo war alles nur, als ich es wußte?

Nicht einmal die kleinen
Flecken kann ich erklären,
die grauen Stellen
im ständigen Licht -
es wird immer
was Großes daraus,
das ich nicht mehr begreife.

Die Grenzen verschwimmen.

Es gibt hier noch schöne Reste,
geschälte Schalen,
die essbar sind, manchmal
berechtigte Klagen;
aber gut
ist das nicht.

Oh, ihr freundlichen Hühner!

Ein letztes Wort an meinen Vater -

Seit 2000 Jahren
verlassen sich die Chinesen
auf ihr Tierhoroskop,
unser Jahrgang
steht unter dem Tierkreiszeichen der Ratte.

Wie ein verworrenes Gewässer
im falschen Licht,
bleibt mir nichts sonst zu wünschen.

Alles ist leer, ja,
allerdings!

So will ich es haben.