Donnerstag, 5. Mai 2011

Versuch, auch was zu sagen

Erst später habe ich meine Entscheidung entdeckt, in allem ein Geheimnis vermuten zu wollen. Material für diese allgemeine Entscheidung müssen besondere Wünsche gewesen sein, wie der Wunsch, mit den eigenen Armen zu fliegen oder mich an denen, die mich geärgert haben, magisch zu rächen. (Die Rache hätte dann vor allem in der Überraschung bestanden, die sie mir gegenüber hätten erleben und zugeben müssen. Sie wären sprachlos gewesen.) Schon länger wollte ich also wohl ein Geheimnis für mich; erst, indem ich es überall suchte, dann, langsam, in dem ich versuchte, es mir mit besonderen Mitteln selbst auszudenken, d.h. auf bekanntem Weg etwas Unbekanntes zu finden: ein Interesse an Technik und Naturwissenschaft, wenn so Erfindungen möglich wurden; am Umweltschutz, um mir eine andere Umgebung zu entwerfen (zum Beispiel Städte ohne Autos); an der Literatur, um Abenteuer zu erleben oder eins zu erzählen.

Ich habe dann nie eine neue Maschine erfunden oder ein Naturgesetz formuliert, ich bin kein Umweltschützer mehr, seit ich sechzehn war und die letzte Ausgabe unserer Umweltzeitung erschien. Es fällt mir bis heute schwer, etwas zu erzählen. Das sind alles Versäumnisse, Missverständnisse, die ich nicht schön reden will. Ich wollte eigentlich immer etwas anderes, als das, was ich wollte; und darum interessierte ich mich für vieles: Dinosaurier, Wale, Drachenbau, die Geschichte des Judentums, Landgewinnung, die Fische des Meeres, die englische Sprache, die französische Sprache, Kinderrechte, Kommunismus, Amerika, Windkraft, Theater, Politik, Pflanzen, Tiere, Demokratie, Berühmtheit, die Wahrheit über meine Familie, die spanische Sprache, Sexualität, Popmusik, Rockmusik, Pornographie, Melancholie. Aber ein Gedanke macht mich noch immer wütend: Dass ich etwas nicht mehr wollen soll oder umsonst gewollt habe. Dass, weil ich immer etwas anderes wollte, als an sich diese Themen und Gegenstände, meine Interesse für sie irgendwie unwahr würde. Weil es immer noch etwas anderes gab, das ich von ihnen wollte, als sie selbst.

Der Unterschied zwischen heute und früher ist vielleicht, dass ich gar nicht mehr wissen will, was ich immer will. Ich will nur erleben, dass ich überhaupt etwas wollen kann. Vielleicht ist es etwas anderes; vielleicht das, was ich schon habe.

Ich forderte also ein Geheimnis für mich; und die Literatur ist der Ort, den ich mir dafür ausgesucht habe - oder dachte, mir aussuchen zu können. Denn ich musste irgendwann feststellen, dass zu Schreiben (die Umstände des Schreibens und die Arbeit damit) mich immer wieder in die Realität zurückbrachte, sowohl meine eigene, als auch jede andere Realität, von denen am Ende keine einzige zu rechtfertigen ist. Ich brauchte sie, um etwas schreiben zu können, ich brauchte nicht viel dafür, aber doch genug, dass ich sie mir nicht einfach nehmen konnte, sondern sie auch noch ein bißchen besser verstehen musste.

Die Literatur erschöpft sich ja schnell. Man kann schon nicht immer lesen, und noch weniger ist es möglich, immer zu schreiben. Oder beides die ganze Zeit über auch zu genießen. Immer wieder kann ich schreiben und lesen und es genießen, aber der Genuss ist keine gute Zuflucht; und die Literatur, die gelesen wird oder geschrieben, kann keine Probleme überwinden, für die sie nicht selbst erst gesorgt hätte. Nicht einmal ihre eigenen Probleme - wie wird eine Geschichte erzählt und warum überhaupt eine? - kann sie aus sich selbst heraus lösen! Sie braucht immer noch etwas anderes und ich auch.

Wahrscheinlich brauchte oder brauche ich das Geheimnis noch immer dafür, um manche Dinge in meinem Leben zu einem Sinn zu verklären, der ihnen sonst fehlte: Langeweile, prinzipieller Optimismus (mit dem ich vor allem, was leichtfällt, auf die Klagen meiner Freunde über deren eigenes Leben reagiere). Dazu gehören auch meine Fluchtgedanken, der Wunsch, in eine andere Welt zu entkommen, den Blick abzuwenden, nicht zu sehen, was mich stört, die Auseinandersetzung zu vermeiden. Es fällt mir schwer, etwas schlecht zu finden, selbst wenn ich spüre, wie schlecht es ist.

In der Literatur wurde der Wunsch nach einem Geheimnis zu etwas Allgemeinem für mich. Ich konnte das Geheimnis überall finden, indem ich irgendetwas so aufschrieb, so dass es geheimnisvoll wurde, dass heißt zu etwas, dass ich - und andere - wollen (und akzeptieren) können. Von dem man sagen kann, es ist da, weil es ja verborgen ist, und etwas muss es ja geben, wenn es ein Geheimnis davon gibt. Insofern ist das Geheimnis, wie ich es beim Lesen erfahre, und das ich durch eigene Texte für andere wünschenswert machen will - ist das Geheimnis etwas, mit dem ich mir die Welt und das, was in ihr ist, erschließen kann (die Realität, von der ich also doch glaube, dass sie existiert, auch ohne mich, zu der ich aber gehöre), eine Lebensweise sogar, selbst wenn nur versuchsweise, halbverbindlich, in Texten.

Dass ich daran glaube, dass die Literatur mir wirklich etwas über die Welt sagen kann, liegt gerade an den Grenzen der Verzauberung durch das Geheimnis, die dafür nötig ist. Immer wieder zu spüren, wie alles zerbricht, wie eine Geschichte endet, die ich für wahr gehalten habe und wirklich, wie ein Sinn, den ich spürte, weil etwas Eindruck auf mich machte, in Zweifel umschlägt: Das ist der Moment, in dem ich spüre, dass das Schreiben zum Leben dazugehört und keinen Ausweg bietet, selbst wenn gerade dieser Ausweg das größte Versprechen ist, den mir das Schreiben macht, immer wieder.

Warum ist etwas schwierig? Für den Fall des Schreibens kann ich immerhin sagen: Weil der Genuss daran nicht voraussetzungslos ist; weil es immer irgendwann nicht mehr weitergeht und ich fragen muss, was dazu fehlt - im Schreiben, an der Literatur, aber das ist nur ein Beispiel. Ich denke, dass das, was mir schreibend an der Literatur fehlt, immer auch etwas ist, das ich anderswo vermisse - vielleicht, ohne dass ich es zugegeben will. Und wenn ich so, im Schreiben oder anders, auf das Gefühl für das stoße, was mir auch sonst fehlt, kann ich vielleicht auch zu wollen beginnen und zu finden versuchen, was ich brauche; und so finde ich vielleicht im Schreiben die Wünsche, die wirkliche Wünsche sind, die nicht von anderen Wünschen verdeckt sind, die ich mir jederzeit erfüllen kann, ohne dass mir daran etwas liegt.

Solche Wünsche sollen erfüllt werden. Niemand soll glauben müssen, dass ein Wunsch nur gut ist, solange er nicht in Erfüllung geht! Und das ist doch auch, was ein Geheimnis fordert - dass es im Geheinmis einen wirklichen Sinn gibt, der enthüllt wird, so wie es zu einem Wunsch dazugehört, dass er erfüllt wird. Natürlich reicht es nie; und ein Geheimnis, wenn es eines geben kann, erinnert ja auch daran: dass etwas fehlt, und nicht nur etwas Bestimmtes, sondern dass - solange es gutes Geheimnis ist - immer überhaupt noch etwas mehr fehlt, als ich dachte. Zugleich, denke ich aber, wenn es ein Geheimnis gibt, dass da auf jeden Fall etwas ist, was ich noch suchen kann. Etwas fehlt mir immer, solange ich lebe, und so ist immer noch irgendwo etwas zum Leben da.

Montag, 2. Mai 2011

Die schreckliche Entdeckung des Kapitän Moore

Wie ein schwerer Himmel über der See hängen die Lider über graugrünen Augen. Kaum je formen sich die Lippen zu einem Lächeln, und wenn, dann in der Melancholie der Erinnerung an etwas, was nicht wiederkehren wird. Captain Moore ist ein Entdecker, doch von dem, was er nach seiner Pazifikfahrt 1997 als erster beschrieb, will kaum jemand etwas wissen.















Im Elternhaus an der Alamitos Bay im kalifornischen Long Beach, wo der 62-jährige Charles Moore wohnt, ist die Welt der Kindheit bewahrt, in der seine Liebe zum Wasser und zum Abenteuer gründet. Sein Vater, ein Chemiker und Segler, liess ihn im Heimlabor aufregende Experimente veranstalten und brachte ihm bei, ein Boot zu steuern, in einem Alter, da er eben erst schwimmen gelernt hatte. Charles studierte Chemie, führte eine Werkstatt zur Restauration antiker Möbel und ging auf See, wann immer er konnte. Es war die unverdorbene Schönheit des Ozeans, die ihn anzog, die Abgeschiedenheit einer Welt, in der nichts den Blick verstellt.

Es war bei der Rückfahrt von der Transpac-Segelregatta von Los Angeles nach Hawaii. In Honolulu war er mit seiner Crew in See gestochen und hatte die Abkürzung durch die Rossbreiten genommen. Es dauerte eine Woche, bis sie durch waren. Sie fingen einen hundertpfündigen Thunfisch, grillierten Steaks und konnten nicht glauben, was sie sahen. «Mein Gefühl, dass hier etwas Entsetzliches vor sich ging, wurde immer stärker», sagt Moore.

Sein Erlebnis liess Moore keine Ruhe. Zwei Jahre später kehrte er mit einer Gruppe von Meeresforschern an die Stätte zurück. Er hatte ein feinmaschiges Netz gebastelt, das er zwischen die Rümpfe seines Katamarans spannen konnte. Er wollte wissen, was sich unter dem Wasserspiegel verbarg. «Das erst war die dramatische Entdeckung», sagt er. «Es wird schlimmer werden, und zwar rasch.»

Moore redet, ohne innezuhalten, in jener Art von Erschöpfung, die sich keine Pause gönnt in der Furcht, nicht mehr weitermachen zu können angesichts der Hoffnungslosigkeit.

Auf der letztjährigen Fahrt hat Moore Hunderte von Laternenfischen gefangen und später im Labor untersucht. Es sind die verbreitetsten Fische im Ozean, nicht länger als ein Finger. Bei Sonnenuntergang steigen sie aus den Tiefen an die Oberfläche, um zu fressen. Laternenfische sind das Grundnahrungsmittel von Thunfischen, Schwertfischen und Goldmakrelen.

«Was jetzt vor sich geht,» sagt Moore, «ist ein unkontrolliertes Experiment.»

Moore stützt sich auf Modelle der Ozeanströmungen bei seinen notgedrungen groben Schätzungen. «Ich nahm einen Globus, hielt meine Hand auf das Gebiet und dann auf Afrika», sagt er. «Es ist ungefähr gleich gross. Die Leute machen sich keine Vorstellung von den Ausmassen.»

Es kümmert die Welt nicht sonderlich. Das Gebiet ist weit weg, darüber geforscht wird kaum, weil das Geld dafür nicht fliesst. Manche können sich Bemerkungen über Moores «Sensationsmacherei» nicht verkneifen. Ob er wirklich alles erfasst habe bei seinen Vergleichen, fragen sie.

«Bessere Schätzungen?» fragt er. «Sollen sie rausgehen und Feldforschung machen.» Er ärgert sich, wenn er kritisiert wird von Leuten, die in ihren Dozentenstuben sitzen und die Hände in den Schoss legen. Er selber verwendet seine Ersparnisse darauf, mehr Fakten zu sammeln. Moore ist die treibende Kraft einer Bruderschaft von Wissenschaftern und Aktivisten; ein Seefahrer, der sein Monster mit einem Ingrimm verfolgt wie Kapitän Ahab den Weissen Wal. Mit dem Vermögen, das Moore von seinem Grossvater, einem Ölbaron, geerbt hatte, gründete er die Algalita Marine Research Foundation. Moore nahm Proben und verglich ihr Gewicht. Die Resultate hat er im Dezember 2001 publiziert.

In einem Schuppen hinter dem Haus hat Captain Moore seine Funde säuberlich in Plasticsichtbeuteln sortiert: In einer Kiste liegen undefinierbare Brocken; dazu ein Einmachglas, worin Kleinteile schwimmen wie Gemüsestücke in der Brühe.

«Man kann sich des Problems nicht entledigen, indem man sagt, niemand wisse darüber genau Bescheid», meint er.

Vor seinem Haus liegt die «Alguita» vertäut, sein Schiff.

Moore kniet auf dem Quai, fischt mit der Hand ein bisschen im Wasser herum und braucht keine fünf Minuten, bis er ein halbes Dutzend «nurdles» hat. Solche «nurdles» gehen beim Transport verloren, werden vom Wind erfasst und fortgeweht. Moore hat sie schon in den Körpern durchsichtiger Quallen gesehen. «Sie sind überall», sagt er.

Die fünfzehn Meter lange «Alguita» ist ein Prachtsstück von Katamaran. Fast das halbe Jahr ist Captain Moore mit dem Schiff auf See. «O ja, ich geniesse es noch immer», bestätigt er und redet rasch weiter, als müsste er trübe Gedanken verscheuchen, Einflüsterungen bannen, doch einfach aufzugeben angesichts der Unlösbarkeit des Problems. Wie er das bloss aushält? «Indem ich tue, was ich tue», sagt er auf die Frage nur und lüftet seinen Sonnenhut. «Die Trying», steht darauf. Wer’s nicht versucht, hat nicht gelebt.

(Quelle: NZZ Folio)

AUFRUF

Alle Schriftsteller und Schriftstellerinnen
ungeachtet ihrer Formen und Inhalte
sind hiermit aufgerufen
heute Nacht um 0.06Uhr
am heimischen Schreibtisch
als Zeichen ihrer, unsrer aller Solidarität
mit den Angestellten der Schreibgeräteindustrie
eine Schreibeminute einzulegen.


Samstag, 30. April 2011

Aus: Antenna Roundup Vol 2

"This is a cook-book of how to brew up some of the more interesting and sometimes exotic antennas to emerge from the creative minds of those intrepid souls who climbed many a long forgotten roof, sleet and rain dripping from their noses, hands numbed by cold and cut by guy wires, to see how well she gets out. Thanks to them, the bugs were ironed out, the antennas all loaded up properly, and the construction details were set down upon rumpled scraps of paper so that they could be passed along to future generations.
A list of some of the experimenters whose work appears here reads like a Who is Who of Radio It includes: Bill Scherer, W2AEF; Commander Paul H. Lee W3JHR; Allen Katz, W2UYH; Ed Marriner, W6BLZ; Frederick Brown, W6HPH; Herb Brier, W9EGQ; Byron Kretzman, W2JTP; and Dave Heller, K3HNP. Buried among the mighty, are a few sky-hooks of my own humble design."
(Tom Kneitel, K2AES)

Freitag, 29. April 2011


AUFRUHR DER HERZEN

Donnerstag, 28. April 2011

Umraumtheater



"Für die Zuschauer des Stückes 'Zeitwabe' waren Sitzkissen in der Mitte der großen Halle ausgelegt. Während das Licht ausging, senkte sich ein riesiges transparentes Sechseckzelt, das bis dahin in der 9m hohen Kuppel verborgen war, auf sie herab. (...) Es war das Ziel, einen neutralen Raum herzustellen, in dem neue Orts- und Zeitvorstellungen suggeriert werden konnten, mit wechselnden Assoziationen, Interpretationen und Irritationen. Durch Rundumprojektionen und Spielhandlungen wurden sie in andere Welten und Zeiten versetzt, befanden sich im Wasser, in Häuserschluchten oder Müllhalden, über denen Möwen kreisten. Das gefundene Abbild wurde verfremdet, gebrochen kristallisiert oder vom Erfundenen überlagert, zusammen mit Geräusch und Ton ein multimedialer Prozeß. Wenn sich die Glocke am Ende hebt, erfährt man einen völlig veränderten Realraum, voller Nebelschwaden, von Kegeln farbigen Lichts durchstoßen."

Herta Schönwolf über Zeitwabe (1978); Bild aus einem anderen Zusammenhang

Samstag, 23. April 2011


Thus the younger brothers stepped into the bright and lurid light of war for their brief hour - and it turned out to be their only hour. Life after the Civil War was for them a long and painful anticlimax. Imbued with the cause for which they had fought, Wilky and Bob set out to be plantation owners in Florida with paid Negro labor. They struggled valiantly, risked their lives, lost large sums of money advanced them by their father, and finally gave up. The rest of Wilky’s brief life was a series of efforts to find a place for himself in a disjointed America; sociable, as always, improvident, he finally drifted westward, worked as a railway clerk and died before he was forty after a period of prolonged ill-health. Robertson lived into our century, a brilliant, erratic individual, gifted, witty, deeply unhappy. He worked for a railroad for a while; he tried to paint, he wrote verse, he travelled; he experienced a series of religious conflicts much like his father - for a while he found solace in Catholicism, the he rebelled against the Church’s authority and turned to the family religion, Swedenborgianism. There were periods of heavy drinking and guilt. He died in the same year as William, 1910, and Henry mourning him, spoke of the vicacity of his intelligence, the variety of his gifts and the easiest aptitude for admirable talk, charged with natural life, perception, humour and colour, that I have perhaps ever known.

Mittwoch, 20. April 2011

Samstag, 16. April 2011

DER MILITÄRISCH-UNTERHALTUNGSINDUSTRIELLE KOMPLEX MUSS ZERSCHLAGEN WERDEN!

Mittwoch, 13. April 2011

Aufgepasst, aufgepasst!


DEMNÄCHST AUF DEM FISCH:

Der Live-Twicker ... Tweecker ... Tweeter ...

...

... Twiii ...

... Tiiwiiiwiiii ...

...

Der Live-Twitter-Ticker vom Heidelberger Stückemarkt!

Pardauz!

EXKLUSIV UND NUR HIER!

Yeah!

Dienstag, 12. April 2011

Montag, 11. April 2011

Fürchtet euch vor den Lücken im Lebenslauf!

Ihr Lieben...

Doch ist in den Lücken der Nätsch?

Und wo stand das weisse Tier, das sichtige,
als es um die Ewigkeit ging?

Sümpfe waren zu sehen im kochenbleichen
pöchelnden Licht. Das Sehende war dem Gesehenen
ausgesetzt und konnte sich keiner Bedeutung
erwehren.

Es bedeutete so viel -

Ringsherum, überall: Das furchtbar gern Gelebte

Im Wasser ein zitternder Baum
scheinbarer Regen ein Flaum
im Herzen die Sorgen der Welt
verknüllt. Grün bewegt sich ein Geäst,
ein Flaum fällt, treu.

Achtung: ein fahles Eichhörnli!

Im weissen Blick gesehen: still!
Ein Vogel und ein Fisch
haben sich erkannt.

Weisse Gelenke im nichtgrünen Grün.

Und wie ist es mit den Geräuschen in den Lücken?

Es klingt ein gefälteltes Wasser
die Klepfenkuh Klippenblicke
und vergesst nicht die Stille –
dass alles zu der Stille zählt.

Die Ewigkeit
fühlt das sichtige Tier
in all unseren Lücken
ist still.

Halt!

Haben wir das akustisch verstanden?

Also: wir sagen es gerne noch einmal.

Die Welt ist reicher zu machen
an Ausgesetztem,
indem an dem Gesehenen
etwas ausgesetzt wird.

Es gilt, mitzumachen, potzblitz.

Nehmt es uns nicht übel...

Heraus aus den Lücken unserer
Lebensläufe
erkennen wir dass wir die Lücken der
Lebensläufe
rein akustisch - nicht verstehen.

Gleichwohl: wir werden darüber nachdenken.

Ein Hinken geht mir/uns im Kopf
Im Herz im Bauch herum.
Wird uns kurz vor dem Tod
Eine Frage nicht einfallen?

...

Welche Wirklichkeit hat mehr Recht?
fragte das Tier der Sichtigkeit.

Auch etwas anderes war noch.

Etwas wühlte tapfer gegen
die Herzwand und ein schwieriges
Geräusch das immer schon
wie sich entpuppte gehört
worden sein musste
entfaltete sich und fiel allen ein.

Es war voller Recht.

Es fürchtete sich das sichtige Tier
nun
da es von Zusammenhängen
umringt war.

DDR-Hochtechnologie aufgespürt?


Trilli-Fotos könnten beweisen,
dass der "VEB Kombinat Robotron" in Zella-Mehlis
an der Erschaffung selbständig denkender Maschinen arbeitete.

Eine entsetzliche Geheimwaffe?

(Collage: Der untergehende Fisch)

Samstag, 9. April 2011

Seltsame Geräusche auf altem Tonband entdeckt! Sprach DDR-Ufologe Trilli mit einem Außerirdischen?

Wer ist der geheimnisvolle "Österreicher"?


Der "Österreicher": Ein hochrangiger Regierungsbeamter, ein Mann mit einem Hut oder gar ein außerirdischer Besucher?


Berlin
. Neues aus dem Archiv der Stasiunterlagenbehörde BStU: Das Bild eines geheimnisvollen Mannes ("Aktennotiz: höchstwahrscheinlich mit einer Kugelschreiberkamera aufgenommen") lag dem Tagebuch des einzigen DDR-Ufologen Hansjürg Trilli bei, der den Einfluss einer außerirdischen Zivilisation auf die Entwicklung des SED-Regimes beweisen wollte und 1990 unter mysteriösen Umständen spurlos verschwand. Auf der Rückseite der Fotografie stehen folgende Worte, die den Historikern in der BStU-Zentralstelle Rätsel aufgeben: "Der Österreicher. Winter '78. Bevor die ersten K[unlesbar]ische wieder starteten. Beweise! Tanzende [unlesbar]" Laut Dr. Oliver Ritzner, Leiter der Arbeitsgruppe, die sich mit dem Tagebuch und der dazugehörigen Stasiakte beschäftigt, handelt es sich zweifellos um die Handschrift Trillis - aber: Wer ist die Person auf dem Foto? "Wir vermuten", so Ritzner, "dass der von Hansjürg Trilli als 'Österreicher' Bezeichnete eine wichtige ausländische Quelle ist, der dem Ufologen sensible Informationen aus westlichen Geheimdienstkreisen übermittelte. Ein 'Deep Throat' aus der Wiener Josefstadt, sozusagen." Man werde nun versuchen, die Identität des Fotografierten herauszufinden, um die Untersuchungen Hansjürg Trillis und sein Verschwinden näher beleuchten zu können.

Sensationsfund! BStU präsentiert 1. Seite des Tagebuchs von DDR-Ufologe Trilli!

Bildmaterial des einzigen DDR-Ufologen aufgetaucht - Bald Beweise für eine außerirdische Verschwörung?

Vermeintliche Überreste des Ufologen Trilli: Wie kam die deutsche Wiedervereinigung wirklich zustande?

Berlin. Dr. Oliver Ritzner, Historiker und Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), teilte gestern im Rahmen einer Pressekonferenz zahlreichen anwesenden Journalisten mit, dass eine Fotografie in den Archiven der Berliner Zentralstelle entdeckt worden ist, die für die historische Aufarbeitung der Zeit zwischen dem Untergang der DDR und der deutschen Wiedervereinigung von epochaler Bedeutung sein könnte. Laut Ritzner zeige das Bild die Überreste des im Frühjahr 1990 spurlos verschwundenen einzigen (selbsternannten) Parapsychologen und Ufologen des Arbeiter- und Bauernstaates, Dr. Hansjürg Trilli. Trilli, so Ritzner weiter, vermutete zeitlebens, die SED-Regierung und insbesondere die Ministerien für Staatssicherheit (MfS), Nationale Verteidigung und Auswärtige Angelegenheiten der DDR hätten in den 1950er Jahren in Zusammenarbeit mit dem sowjetischen Geheimdienst KGB Kenntnis über die Existenz von außerirdischem Leben erlangt und spätestens Mitte der 1970er Jahren enge Kontakte zu einer Zivilisation außerhalb unseres Sonnensystems geknüpft, um mit deren Hilfe den Sozialismus über die gesamte Erde zu verbreiten. Es habe, so geht es aus den kürzlich aufgefunden, bisher unveröffentlichten Notizen Trillis hervor, sogar Treffen der Außerirdischen mit hochrangigen Regierungsvertretern in den Bunkern des Komplexes 5000 rund um Berlin gegeben sowie Entführungen von zahlreichen regimekritischen, aber auch unbescholtenen DDR-Bürgern durch Unidentifizierbare Flug-Objekte, genannt UFOs.

Die Arbeitsgruppe des BStU um Ritzner geht davon aus, dass der promovierte Psychologe Hansjürg Trilli, vermutlich 1931 in Finsterwalde geboren, seit Mitte der 1960er Jahre für das MfS im Bereich „Operative Psychologie“ arbeitete und durch Zufall eine umfassende Aktensammlung in geheimen Kellerräumen der Juristischen Hochschule in Potsdam entdeckte, die ihn auf die Spur der bereits erwähnten großangelegten Verschwörung zwischen DDR-Regierung und Außerirdischen führte sowie Hinweise auf die Vertuschung einer Vielzahl von unerklärlichen Vorkommnissen in allen Bezirken des sozialistischen Staates barg.

Ritzner behauptete in seinen Ausführungen, das Zentralkomitee der SED persönlich habe Trilli spätestens Ende der 1970er Jahre zur „persona non grata“ erklärt, der Psychologe musste daraufhin untertauchen, konnte seine Untersuchungen jedoch mithilfe eines Netzwerkes von MfS-Informanten und vertrauten Wissenschaftlern von Eisenhüttenstadt aus fortführen. Dass Trillis Verschwinden in den Wirren der Wendezeit mit dessen geplanter Enthüllung konkreter Beweise für die Existenz einer strenggeheimen Regierungsorganisation namens „Völkerfreundschaft“, die im Auftrag der SED das Komplott mit den intergalaktischen Besuchern betreute, in Verbindung steht, davon ist Ritzner fest überzeugt.

„Die erschreckende Wahrheit über das Zustandekommen der deutschen Wiedervereinigung“, so der Historiker, „ist in den Aufzeichnungen Hansjürg Trillis verborgen. Wir haben einen Teil dieser Tagebucheinträge bereits sichergestellt und hoffen nun, in bisher unerforschten Unterlagen der Staatssicherheit auf den Rest zu stoßen. Ob jedoch Trillis Hauptquelle, die Sammlung der unter Verschluss gehaltenen Stasiakten, noch existiert, kann zu diesem Zeitpunkt niemand mit Sicherheit sagen.“ Es sei nicht auszuschließen, dass die Affäre um Hansjürg Trilli ebenso einen völlig neuen Blickwinkel auf die außenpolitischen Pläne und geheimdienstlichen Machenschaften des gesamten ehemaligen Ostblocks eröffne.


Freitag, 8. April 2011

Welthaltigkeitswachstumsbilanz 1. Quartal 2011


Ehrenamt


London. Wie der Konzern bp kürzlich bekannt gab, hat die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko bislang 19 Milliarden Dollar verschlungen. Die Aufwendung der Grabpflegekosten für das Jahr 2011 sei deshalb nicht mehr gewährleistet. Man hoffe jetzt, ein altes Müttlerlein zu finden, welches noch rüstig genug sei, um alle paar Tage das Laub zu harken, das Unkraut zu jäten und so den in Gottes schöner Welt überall umsonst herumschwirrenden Blumensamen ein recht fruchtbares Bett zu bereiten.